PRIMAS ist der Name unserer Schulung für Menschen mit Typ-1-Diabetes. Die Leitung hat unsere Diabetesberaterin Siglinde Wedemann inne, die an der Entwicklung von PRIMAS beteiligt war.

PRIMAS wurde vom Forschungsinstitut Diabetes-Akademie Bad Mergentheim entwickelt, gemeinsam mit Ärzten und Diabetesberaterinnen aus dem ganzen Bundesgebiet.

Frau Wedemann, was ist das Besondere an PRIMAS?

Die Schulung richtet sich wirklich speziell an Menschen mit Typ-1-Diabetes und berücksichtigt deren besondere Bedürfnisse. Da gab es vor PRIMAS nichts Vergleichbares. Meist wurden in Schulungsgruppen ja mehrere Diabetes-Formen gemischt. Bei PRIMAS gibt es weniger Frontalunterricht als früher, dafür mehr Zeit für Austausch und Motivation. Auch die Angehörigenstunde ist eine Besonderheit, bei der sich die Familien der Patienten zum Erfahrungsaustausch treffen.

Worum geht es in der Schulung?

Wir vermitteln das gesamte Basiswissen für den Umgang mit Typ-1-Diabetes und festigen es im Verlauf der zwölf Wochen. Ein wichtiges Ziel ist es, dass die Teilnehmer lernen, Kohlenhydrat-Einheiten richtig zu schätzen, denn mit der richtigen Ernährung steht und fällt die gute Einstellung des Diabetes. Auch der Umgang mit einer Hypoglykämie und mit den neuen Blutzucker-Messsystemen sind in der Schulung große Themen.

Für wen ist PRIMAS geeignet?

Für Patienten, die ganz neu mit Typ-1-Diabetes konfrontiert sind, aber auch für „alte Hasen“, bei denen sich Fehler eingeschliffen haben. Wir mischen beide Gruppen bewusst in den Kursen, so können die Teilnehmer voneinander lernen. Gerade neuen Diabetikern hilft es oft, wenn die erfahrenen Patienten aus dem Nähkästchenplaudern – zum Beispiel beim Thema Ängste. PRIMAS lebt nicht nur von der Wissensvermittlung, sondern auch vom Austausch.

Gibt es noch weitere Schwerpunkte?

Bei PRIMAS werden die Teilnehmer motiviert, selbst die Verantwortung für ihren Diabetes zu übernehmen – das nennen wir Empowerment. Auch die Frage, wie es den Patienten mit ihrer Erkrankung geht und wie sie im Alltag damit zurechtkommen, steht im Mittelpunkt.

Wie groß sind die Gruppen?

Sie sind klein mit höchstens sechs Teilnehmern. Dadurch lernt man sich schnell kennen, es bleibt Zeit für Fragen und als Kursleiterin kann ich auf jeden Patienten besonders gut eingehen.

 

Weiterührende Informationen finden Sie unter: www.primas-schulungsprogramm.de.

In unserer Praxis informieren wir Sie über die nächsten Termine, melden Sie an und stehen für weitere Fragen gerne zur Verügung.

Während der dunklen Jahreszeit, rutscht bei vielen Menschen die Stimmung in den Keller. Wir fühlen uns müde und antriebslos – der „Winterblues“ ist da und macht das Leben grau. In schweren Fällen droht sogar eine Depression. Gegen den Winterblues können Sie vorbeugen, wenn Sie aktiv bleiben und viel Tageslicht tanken.

Die Gründe für das Stimmungstief liegen auf der Hand: Bei schlechtem Wetter bleiben wir im Haus und bewegen uns kaum. Durch das fehlende Tageslicht schüttet der Körper weniger vom „Glückshormon“ Serotonin aus. Die lange Dunkelheit bringt den Schlaf-Wach-Rhythmus durcheinander und macht uns müde und antriebslos. Je länger dieses Tief anhält, umso schlechter fühlen wir uns – und das Aufrappeln fällt zunehmend schwerer.

Aktiv statt passiv

Wenn Sie den Teufelskreis durchbrechen wollen, bleiben Sie jetzt möglichst aktiv: Gehen Sie viel spazieren, ins Hallenbad oder zum Tanzen. Suchen Sie für den Winter eine Indoor-Sportart, die Ihnen gefällt – am besten in einer netten Gruppe, denn ein ausgefülltes Sozialleben hebt die Stimmung. Deshalb ist jetzt auch eine gute Zeit für Treffen mit Freunden, für Besuche im Konzert, Museum oder Kino. Gegen den Winterblues hilft alles, was Körper und Geist in Bewegung hält.

Es werde Licht

Auch wenn es stürmt und schneit: Unternehmen Sie möglichst viel im Freien. Ein Marsch an der frischen Luft ist erholsam und versorgt Sie mit Tageslicht, das Sie jetzt dringend brauchen – es bringt die Glückshormone in Schwung und beugt einem Vitamin-D-Mangel vor. Zum Lichttanken eignet sich am besten die Mittagszeit. Nutzen Sie diese täglich für einen halbstündigen Spaziergang.

Noch Winterblues oder schon Depression?

Obwohl viele Menschen am Winterblues leiden, entsteht daraus nur in wenigen Fällen eine handfeste Depression. Bei Diabetes-Patienten ist die Gefahr für Depressionen allerdings erhöht, diese können auch als Folgeerkrankung der Zuckerkrankheit auftreten. Falls Sie sich betroffen fühlen, reichen Sport und Spaziergänge als Behandlung nicht aus. Wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder Diabetologen, damit dieser sich um die passende Therapie kümmern kann.

Energie von innen

Eine gute Vitaminversorgung hebt die Laune und stärkt das Immunsystem. Äpfel, Birnen, Zitrusfrüchte und Karotten sind im Winter unsere wichtigsten Vitamin-Lieferanten, mit denen Sie sich gut eindecken sollten. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und trinken Sie viel. Aus leichten Stimmungstiefs kann Johanniskraut heraushelfen, das als Tee oder Tablette erhältlich ist. Sprechen Sie eine solche Kur aber bitte mit Ihrem Diabetologen ab, weil Johanniskraut die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen kann.

Die Vorteile sehen

Nicht umsonst haben wir Deutschen das Wort „Gemütlichkeit“ erfunden: Durch unsere langen Winter wurden wir Experten darin, es uns zuhause schön zu machen. Für Kerzen und Kaminfeuer, Tee und Kekse, einen Filmabend oder Lesenachmittag ist jetzt genau die richtige Zeit. Zelebrieren Sie solche Momente, lenken Sie Ihren Blick bewusst auf die schönen Seiten der dunklen Jahreszeit. Auch das hebt die Stimmung und hält schlechte Laune fern.

Kommen Sie gut durch den Winter!

 

 

 

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Schlaf ist die beste Medizin – für Menschen mit Diabetes gilt das ganz besonders: Tiefer, ausgiebiger Schlaf versorgt den Körper mit frischer Energie, die dringend gebraucht wird, um die chronische Erkrankung zu meistern. Hier kommen unsere 8 Tipps für eine ruhige, erholsame Nacht.

Vor allem Typ-2-Diabetiker haben häufig mit Schlafproblemen zu kämpfen, denn viele Begleiterscheinungen des Typ-2-Diabetes können die Nachtruhe stören: Depressionen, schmerzhafte Nervenschäden, Sodbrennen, Schlaf-Apnoe und nächtlicher Harndrang unterbrechen den Schlaf und bringen den Tag-Nacht-Rhythmus durcheinander. Wer sich gut um seinen Diabetes kümmert, kann deshalb seine Schlafqualität aktiv verbessern. Und auch mit diesen Methoden sorgen Sie für ruhige Nächte:

1 Schöner schlafen

Schaffen Sie im Schlafzimmer eine entspannende Atmosphäre – dazu gehören ein bequemes Bett, Ruhe und Verdunklung. Wählen Sie Textilien und Wandfarben in kühlen, beruhigenden Tönen wie Weiß, Grau, Blau oder Grün. Wäscheberge, Aktenordner oder das Bügelbrett haben im Schlafbereich nichts zu suchen.

2 Rituale pflegen

Wer abends schlecht zur Ruhe kommt, kann seinem Körper durch feste Rituale den Beginn der Schlafenszeit signalisieren. Ob Lesen, Musikhören, ein Spaziergang oder warmes Bad – wählen Sie etwas aus, das Sie entspannt und müde macht und gestalten Sie den Ablauf immer gleich.

3 Luft und Temperatur

Sorgen Sie im Schlafzimmer für frische Luft und Temperaturen zwischen 17 bis 22 Grad. Ob Sie das Fenster geöffnet oder geschlossen halten, ist Geschmackssache. Ein Raumduft kann Schlaf und Entspannung fördern, dafür eignen sich Lavendel, Melisse oder Zirbelkiefer.

4 Im Rhythmus bleiben

Aufstehen und zu Bett gehen immer zur selben Zeit – das empfiehlt sich, wenn Ihnen die Umstellung zwischen Arbeitstagen und Wochenende schwerfällt. Machen Sie dann die Nacht nicht zum Tag und verzichten Sie auf langes Ausschlafen. Ausnahmen sind ab und zu natürlich erlaubt.

5 Den Stoffwechsel im Griff haben

Mit einem ausgewogenen, leichten Abendessen starten Sie gut in die Nacht. Damit Sie keine Unterzuckerung aus dem Schlaf reißt, ist Sorgfalt bei der Planung Ihres Insulinbedarfs wichtig. Vorsicht, wenn Sie vom gewohnten Ablauf abweichen: Abendlicher Sport oder Alkoholkonsum können den Bedarf verändern und müssen berücksichtigt werden.

6 Nächtliche Unterzuckerungen erkennen

Nächtliche Unterzuckerungen können sogar stattfinden, ohne dass Sie es bemerken. Kopfschmerzen, Nachtschweiß, Müdigkeit und hohe Zuckerwerte nach dem Aufstehen weisen auf solche Ereignisse hin, die nicht nur gefährlich sind, sondern auch den Schlaf stören. Messen Sie bei Verdacht testweise zwischen 2 und 4 Uhr den Blutzucker, führen Sie Blutzuckertagebuch und besprechen Sie die Werte mit Ihrem Arzt – vielleicht ist eine Änderung der Therapie nötig.

7 Geräte früh ausschalten

Fernseher, Smartphone und Tablett senden ein blaues Licht aus, das uns wach hält. Schalten Sie Ihre Geräte deshalb früh am Abend ab – spätestens eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen.

8 Das Gedankenkarussell stoppen

Familienkrach oder Ärger im Job verfolgen viele Menschen bis in die Nacht. Versuchen Sie deshalb, nicht im Streit ins Bett zu gehen und Konflikte möglichst schnell zu klären. Bei größeren Sorgen helfen Entspannungstechniken dabei, das Gedankenkarussell zu stoppen. In speziellen Kursen oder mit Hilfe von Büchern können Sie lernen, wie das funktioniert.

Wenn Sie weitere Fragen zum Thema haben – wir beraten Sie gerne.

 

 

 

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In unserer aktuellen Ausgabe greifen wir das Thema Haut und Diabetes für Sie auf: Wir erklären die Zusammenhänge und informieren Sie über die beste Pflege für diabetische Haut. Darüberhinaus informieren wir Sie, wie Sie Hautirritationen vorbeugen können.

Außerdem im Heft:

• Sie tragen eine Insulinpumpe und möchten sich ausführlicher über deren Möglichkeiten informieren? In dieser Ausgabe stellt Ihnen unsere Diabetes-Beraterin Siglinde Wedemann unsere INPUT Schulung vor.

• Diabetes und Kinderwunsch: So planen Sie als Diabetikerin Ihre Schwangerschaft

• Passend zur kalten Jahreszeit: Köstliches aus dem Backofen

Wir wünschen viel Freude beim Lesen!

 

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Würzig, exotisch, schmackhaft: unsere Ernährungsberaterin Kaori Loza hat ein Rezept aus ihrer mexikanischen Heimat für Sie mitgebracht – natürlich perfekt abgestimmt auf die Bedürfnisse von Menschen mit Diabetes. Ein Hauch Chili bringt Feuer ins Spiel. Genau das Richtige für kalte Wintertage.

Caldo Tlalpeño
(Hühnerbrühe Tlalpeño Art)

Zutaten für zwei Personen (Pro Person ca. 450 kcal / 1,5 BE):

200 g Hähnchenbrustfilet
1/4 Zwiebel am Stück
1/4 Zwiebel in kleine Würfel geschnitten
1 kleine Knoblauchzehe am Stück
1/2 Knoblauchzehe in kleine Würfel geschnitten
1 kleines Stück Sellerie
1 Zweig Petersilie
2 Tomaten
1 Karotte in kleine Würfel geschnitten
1 Zucchini in kleine Würfel geschnitten
1/2 Tasse gekochte Kichererbsen
Chipotle Chili eingelegt
100 g Käse in Salzlake in kleine Würfel geschnitten
1/2 Avocado in Streifen geschnitten
1 Limette
1 Esslöffel pflanzliches Öl
Salz und Pfeffer

Zuerst eine Hühnerbrühe zubereiten: in 500 ml Wasser das Hähnchenbrustfilet zusammen mit der Zwiebel, Knoblauchzehe, Petersilie und Sellerie etwa 30 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen. Die Brühe nach Geschmack salzen. Anschließend Gemüse und Hähnchen aus der Brühe herausnehmen. Das Fleisch abkühlen lassen, in dünne Streifen rupfen und beiseite legen.

Die Tomaten mit etwas Wasser, Salz und Pfeffer pürieren. Anschließend die geschnittene Zwiebel und die Knoblauchzehe etwa drei Minuten in Öl anbraten. Die pürierten Tomaten hinzufügen und weitere fünf Minuten kochen lassen, bis die Mischung eine dunkelrote Farbe annimmt.

Jetzt die Tomatensoße und die Karottenwürfel in die Brühe einrühren und bei mittlerer Hitze 15 Minuten kochen lassen. Die gekochten Kichererbsen, das Fleisch und die Zucchiniwürfel hinzufügen, mit Salz und Pfeffer würzen und weitere fünf Minuten kochen lassen. Zum Schluss den Eintopf mit Chipotle Chilis, Käse, Avocado und Limettensaft servieren.

Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit!

 

 

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Kennen Sie eigentlich schon unsere Hypertonie-Schulung für Patienten mit Bluthochdruck? Diese Veranstaltung findet einmal wöchentlich statt unter der Leitung unserer Diabetes-Assistentin DDG Kaori Loza. Jeder Schulungstermin dauert etwa zwei Stunden und informiert Sie über folgende Themen:

1. Treffen – Basiswissen Bluthochdruck

Beim ersten Schulungstermin geht es um die Grundlagen des Bluthochdrucks: Welche Ursachen hat die Hypertonie? Welche Probleme können entstehen, wenn sie unbehandelt bleibt? Und ab welchem Wert ist der Blutdruck eigentlich zu hoch? Dieses Basiswissen hilft Ihnen, Ihre Erkrankung besser zu verstehen und sicher mit ihr umzugehen.

2. Treffen – Den Blutdruck richtig messen

Heute erfahren Sie, welche Geräte für eine zuverlässige Selbstmessung geeignet sind. Wir klären über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle auf und zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Blutdruck richtig messen. Wenn Sie ein eigenes Blutdruck-Messgerät besitzen, bringen Sie es bitte zu diesem Termin mit. Die Kursleitung kann Sie bei der richtigen Handhabung beraten und Ihnen helfen, Fehler zu vermeiden.

3. Treffen – Therapie ohne Medikamente

Auch ohne Medikamente gibt es Möglichkeiten, den Blutdruck zu senken. Diese stellen wir Ihnen heute vor. Im Mittelpunkt stehen Fragen zu Ernährung, Bewegung, Salz- und Alkoholkonsum. Auch das leidige Thema Abnehmen kommt zur Sprache – als studierte Ernährungsexpertin berät Kaori Loza Sie dazu kompetent und mit viel Erfahrung.

4. Treffen – Therapie mit Medikamenten

Wenn natürliche Mittel nicht ausreichen, lässt sich der Blutdruck durch Medikamente senken. Wir informieren Sie über die gängigen Präparate, ihre Wirkung und mögliche Nebenwirkungen. Dazu besprechen wir, welche Medikamente Sie miteinander verbinden können. Auch das Metabolische Syndrom ist bei diesem Treffen ein Thema. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus mehreren Risikofaktoren, die zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen kann.

Unsere Schulungsgruppen bestehen aus fünf bis sechs Teilnehmern. Für Fragen und Erfahrungsaustausch haben Sie in dieser kleinen Runde natürlich Zeit und Gelegenheit. In der Praxis informieren wir Sie über die nächsten Termine, melden Sie an und stehen für weitere Fragen gerne zur Verfügung.

 

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Mit Bewegung an der frischen Luft tun Sie Ihrer Gesundheit etwas Gutes – wie wäre es jetzt mit einem Ausflug in die Fränkische Schweiz? Besonders schön spaziert es sich auf dem Balthasar-Neumann-Rundwanderweg in Gössweinstein. Er bietet einen tollen Blick auf die berühmte Basilika und ist mit nur einer Stunde Gehzeit auch für ungeübte Wanderer gut zu bewältigen.

Für unsere Patienten mit Typ-2-Diabetes gehört regelmäßige Bewegung zur Therapie – dadurch senken Sie Ihren Bedarf an Medikamenten und beugen Folgeerkrankungen vor. Wandern eignet sich ideal: Dabei können Sie eine Tour wählen, die zu Ihrem Fitnesszustand passt, Sie tanken viel frische Luft und genießen die herbstliche Natur. Der Balthasar-Neumann-Rundwanderweg bietet dazu noch eine architektonische Besonderheit unserer Region.

Auf den Spuren eines berühmten Baumeisters

Johann Balthasar Neumann war ein berühmter Baumeister der Barockzeit. Viele seiner bekannten Gebäude stehen in Franken, darunter die Würzburger Residenz oder die Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen. In Gössweinstein errichtete er zwischen 1730 bis 1739 ein Kloster mit prachtvoller Basilika. Aus Anlass von Neumanns 250. Todestag hat Gössweinstein den gleichnamigen Rundwanderweg ausgewiesen.

Beste Aussicht auf die Basilika

Die Tour verläuft einmal um die Ortschaft herum und führt an fünf schönen Aussichtspunkten vorbei: Kreuzberg, Gernerfels, Burg Gössweinstein, Wagnershöhe und Fischersruh. Burg Gössweinstein (LINK) können Sie während der Öffnungszeiten besichtigen. Außerdem sollten Sie Zeit einplanen, um in Ruhe die Basilika in der Ortsmitte zu besuchen. Sie ist der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht und gilt als wichtigste Dreifaltigkeitskirche in Deutschland. Bis heute finden zahlreiche Wallfahrten nach Gössweinstein statt, die tagtäglich an der Kirche eintreffen.

Startpunkt  Parkplatz am Gössweinsteiner Friedhof, Viktor-von-Scheffel-Str. 3
Streckenlänge  3, 6 km
Höhenprofil  152 m

Hier gibt es eine Karte mit dem Streckenverlauf und weitere Informationen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei Wandern!

 

Foto: AdobeStock / Thomas

Jetzt im September wird der Hafer geerntet. In der Ernährung von Menschen mit Typ-2-Diabetes spielt das Getreide eine wichtige Rolle: Hafer kann den Blutzuckerspiegel senken und den Bedarf an Medikamenten verringern. In der Küche ist das gesunde Korn vielseitig verwendbar und schmeckt auch noch richtig gut.

Für die Behandlung von Diabetes wird Hafer schon lange verwendet. Bereits im Jahr 1902 entwickelte der Frankfurter Arzt Carl von Noorden die erste Haferkur für Typ-2-Diabetiker. Deren Vorteile hat man in Deutschland mittlerweile wiederentdeckt – seit einigen Jahren kommt Hafer in der Therapie wieder stärker zum Einsatz.

Wirkung auf den Blutzuckerspiegel

Was das Getreide für die Gesundheit bewirkt, haben Studien nachgewiesen. Hafer senkt den Blutzucker- und den Cholesterinspiegel, liefert Eisen und Vitamine, schützt die Darmflora und kann das Abnehmen unterstützen. Nützlich für Diabetes-Patienten ist vor allem eine „Wunderwaffe“, die der Hafer enthält: Beta-Glucan, ein besonderer Ballaststoff, der dafür sorgt, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Essen nur langsam ansteigt. Durch diese Verzögerung hat das körpereigene Insulin der Typ-2-Diabetiker eine Chance, seine Wirkung zu entfalten. Auch die Empfindlichkeit für das Eigeninsulin nimmt durch Hafer wieder zu.

Die Haferkur als Einstieg

Durch regelmäßige Hafertage können Typ-2-Diabetiker die Vorteile von Hafer für sich nutzen. Als Einstieg in die Ernährungsumstellung empfiehlt sich eine dreitägige Haferkur, anschließend einzelne Hafertage alle ein bis zwei Wochen. Dadurch lässt sich der Insulinbedarf um bis zu 40 Prozent senken und eine Insulinresistenz kann sich spürbar verbessern. Bitte führen Sie eine Haferkur nur in Absprache mit Ihrem Arzt durch – womöglich muss Ihre medikamentöse Therapie an die Veränderung angepasst werden. Während der Hafertage ist es wichtig, dass Sie Ihren Blutzucker besonders oft kontrollieren, damit Sie auf unerwartete Verläufe schnell reagieren können.

So funktioniert ein Hafertag

Ein Hafertag besteht meist aus drei Hafermahlzeiten. Dafür werden Haferflocken mit Wasser oder fettfreier Brühe zu Haferbrei gekocht. Dieser lässt sich mit kleinen Mengen Beeren, Obst, Gemüse, Mandeln, Kräutern oder Zitrone geschmacklich verfeinern. Über den Tag sollten Sie mindestens zwei Liter Mineralwasser zu sich nehmen. Auch Kaffee und Tee dürfen Sie trinken, entweder pur oder mit ein wenig Süßstoff. Tabu sind dagegen Fett, Eiweiß, Milch, Zucker und Alkohol. Ein Hafertag kann bewirken, dass Sie künstliches Insulin oder Diabetes-Tabletten einsparen können. Meist hält diese Wirkung zwei bis drei Wochen an.

Hafer auf dem täglichen Speiseplan

Auch in der täglichen Ernährung bringen Haferprodukte für Typ-2-Diabetiker Vorteile: Schon zwei bis drei Löffel Haferflocken zum Frühstück können den Blutzuckerspiegel über den ganzen Vormittag stabilisieren. Glücklicherweise ist das Getreide in der Küche vielseitig einsetzbar: Sie können Hafer süß oder herzhaft zubereiten, zum Kochen und Backen verwenden, als Frühstück, Mittagessen oder Abendbrot auf den Tisch bringen. „Viel hilft viel“ gilt hier allerdings nicht: Weil Hafer jede Menge Energie enthält, sollten Sie trotzdem damit maßhalten.

Vielseitig verwendbar beim Kochen und Backen

Was sich aus dem Getreide alles machen lässt, da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Schöne und ungewöhnliche Rezepte finden Sie z.B. am Ende dieser Broschüre. Ob Haferkekse zum Tee, Haferflocken im Müsli oder Haferkleie im Salat: Wir wünschen Ihnen eine spannende Entdeckungsreise in die Welt dieses vielseitigen, gesunden Getreides.

 

 

Foto: Adobe Stock / airborne77

Nach Angaben der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) ist jeder achte an Diabetes erkrankte Patient auch von einer Depression betroffen. Wenn Diabetes und Depression zusammenfallen, steigt das Risiko für Folgeerkrankungen.

Diabetiker erkranken häufiger an Depressionen

Viele Menschen, die an Diabetes erkranken, leiden darunter, dass die Krankheit ihren Tagesablauf bestimmt. Eine gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit, Konzentrations- und Schlafstörungen: Diese Zusatzbelastungen führen häufig dazu, dass die Diabetes-Therapie nicht mehr gewissenhaft eingehalten wird. Bei depressiven Betroffenen treten zudem häufiger Spätfolgen wie Herz-, Gefäß-, Augen- und Nierenschäden sowie Herz- und Kreislauferkrankungen auf, als bei nichtdepressiven. Ihre Lebensqualität ist geringer und auch die Blutzuckereinstellung ist häufig schlechter.

Verhaltenstherapie hilft, die Lebensqualität zu steigern

In der Verhaltenstherapie lernen an Diabetes Erkrankte unter anderem, ihre Krankheit zu akzeptieren und in den Tagesablauf zu integrieren. Sobald die Depression den Alltag nicht mehr beherrscht, haben Patienten wieder mehr Kraft, sich auf die Diabetes-Therapie zu konzentrieren. Durch das Einhalten von regelmäßigen Kontrollen fällt alles leichter, die Lebensqualität steigt wieder.

Wichtig ist, dass die Depression erkannt und behandelt wird, denn etwa zwei Drittel aller Fälle bleiben unerkannt.

 

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Es ist wieder soweit: Die neueste Ausgabe unseres Patientenmagazins liegt in unserer Praxis für Sie aus, wie immer kostenfrei. Unsere Titelgeschichte „Diabetes und Stress“ liefert Ihnen wertvolle Tipps für mehr Entspannung im Alltag. Davon profitiert nicht nur Ihre Diabetes-Therapie, sondern auch Sie selbst und Ihre Familie.

Außerdem im Heft:

• PRIMAS ist der Name unserer Schulung für Menschen mit Typ-1-Diabetes. Der nächste Kurs beginnt im September. Unsere Diabetesberaterin Siglinde Wedemann erläutert Ihnen die Schulungsinhalte.

• Unsere Ernährungsberaterin Kaori Loza hat für Sie drei Rezeptvorschläge aus der asiatischen Küche zusammengestellt.

• Stärken Sie Ihr Immunsystem mit einer Reise an Nord- und Ostsee

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und guten Appetit!

 

 

 

 

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