Im Januar 1922 gelang Frederick Banting der Durchbruch: Der kanadische Arzt behandelte den 13-jährigen Leonard Thompson mit Insulin und rettete damit erstmals einem Diabetiker das Leben. Heute berichten wir Ihnen in unseren News über diese Sternstunde der Medizingeschichte.

Für die Entdeckung des Insulins wurde Sir Frederick Banting weltweit gefeiert. 1923 erhielt er in Oslo den Nobelpreis für Medizin. Er war der erste Kanadier, der diese Auszeichnung bekam und mit 32 Jahren der jüngste Nobelpreisträger aller Zeiten. Ein Mondkrater und ein Asteroid sind nach dem Forscher benannt, der britische König schlug ihn 1934 zum Ritter. Bantings Geburtstag, der 14. November, wird bis heute als Internationaler Diabetestag begangen.

Frederick Banting

Dies alles zeigt, wie glücklich die Menschheit über die Entdeckung des Kanadiers gewesen sein muss. Bevor es Insulinspritzen gab, führte Diabetes in kürzester Zeit zum Tod. Nur durch eine extreme Diät ließ sich das Leben noch um ein bis zwei Jahre verlängern, in denen die Erkrankten abmagerten und schließlich trotzdem starben. Durch Bantings Medikament konnten Diabetiker endlich gerettet werden.

Vom Bauernhof an die Universität

Dieser Durchbruch gelang einem Mann, der als Wissenschaftler wenig Erfahrung hatte und aus einfachen Verhältnissen stammte. Frederick Banting kam 1891 als Bauernsohn im kanadischen Alliston / Ontario zur Welt. Nach einem Medizinstudium wurde er Kinderarzt, forschte aber auch als Chirurg, Anatom und Pharmakologe an der Universität von Toronto. Dort packte ihn das Interesse am Diabetes. Gemeinsam mit seinem Assistenten, dem Studenten Charles H. Best, begann er 1921 eine Forschungsreihe an Versuchshunden. Aufsicht über das Projekt führte der Universitätsprofessor John MacLeod, der Banting ein Labor zur Verfügung stellte und später den Biochemiker James Collip mit ins Boot holte.

Durchbruch im Jahr 1922

Die erste Rettung eines Diabetes-Patienten gelang Bantings Team 1922. Der junge Leonard Thompson konnte durch Insulinspritzen noch 14 Jahre weiterleben, bis er an einer anderen Erkrankung verstarb. Ebenfalls 1922 glückte die Behandlung des 5-jährigen Theodor Ryder, und diese Geschichte wurde zur weltweiten Sensation: Fotos dokumentieren, wie das halbverhungerte Kind in wenigen Wochen zum Normalgewicht zurückkehrte und aus seinem Rollstuhl aufstand. Mit Hilfe der Insulinspritzen führte Teddy Ryder fortan ein normales Leben, wurde Bibliothekar in Hartford / Connecticut und erreichte ein Alter von 76 Jahren.

Teddy Ryder

 

 

 

 

 


Der 5-jährige Teddy Ryder vor und nach der Behandlung mit Insulinspritzen

Angesichts solcher Erfolge ist es nicht verwunderlich, dass Frederick Banting für seine Entdeckung bis heute gefeiert wird. Tatsächlich war der Kanadier aber nur einer von vielen Wissenschaftlern, die zuvor schon jahrzehntelang an einer Diabetes-Behandlung geforscht hatten. Auf der Vorarbeit dieser Kollegen konnte Banting aufbauen. Auch der „Entdecker“ von Insulin ist der Kanadier nicht: Die Inselzellen, die in einer gesunden Bauchspeicheldrüse den Stoffwechsel anschieben, erkannte Paul Langerhans schon 1869 unter dem Mikroskop. Das Hormon, das diese Inselzellen produzieren, heißt nach dem lateinischen Wort Insula heute Insulin.

Banting und sein Assistent Charles Best

 

 

 

 

 

 

 

 

Banting und sein Assistent Charles Best (links) mit einem ihrer Versuchshunde.

Nobelpreis für Banting und MacLeod

Weitere Forscher fanden heraus, dass Diabetikern dieses Hormon fehlt und suchten einen Weg, die Patienten mit dem Insulin von Tieren zu behandeln. Viele Versuche schlugen fehl. Manche gelangen, brachten aber unerträgliche Nebenwirkungen mit sich. Erst Bantings Team schaffte es, aus der Bauchspeicheldrüse von Kälbern das Insulin so sauber herauszulösen, dass Diabetiker es gefahrlos spritzen konnten. Dieses Kunststück vollbrachte am Ende der Biochemiker James Collip. Den Nobelpreis verlieh man 1923 trotzdem nur Banting und MacLeod. Obwohl beide ihr Preisgeld freiwillig mit Best und Collip teilten, wurde diese Vergabe öffentlich kritisiert. Später kam es unter den Kollegen zum Konflikt um Ruhm und Anerkennung. Die Wege trennten sich, Banting und MacLeod blieben lebenslang zerstritten.

Tod in Neufundland

Als Kanada in den Zweiten Weltkrieg eintrat, meldete sich Frederick Banting zur Armee. Am 20. Februar 1941 flog er als Verbindungsoffizier in einem Hudson-Bomber über Neufundland, als die Maschine in Schwierigkeiten geriet. Bei der Bruchlandung verletzte sich der Kanadier schwer. Er starb einen Tag später im Alter von nur 49 Jahren.

Kennen Sie eigentlich schon unsere Hypertonie-Schulung für Patienten mit Bluthochdruck? Diese Veranstaltung findet einmal wöchentlich statt unter der Leitung unserer Diabetes-Assistentin DDG Kaori Loza. Jeder Schulungstermin dauert etwa zwei Stunden und informiert Sie über folgende Themen:

1. Treffen – Basiswissen Bluthochdruck

Beim ersten Schulungstermin geht es um die Grundlagen des Bluthochdrucks: Welche Ursachen hat die Hypertonie? Welche Probleme können entstehen, wenn sie unbehandelt bleibt? Und ab welchem Wert ist der Blutdruck eigentlich zu hoch? Dieses Basiswissen hilft Ihnen, Ihre Erkrankung besser zu verstehen und sicher mit ihr umzugehen.

2. Treffen – Den Blutdruck richtig messen

Heute erfahren Sie, welche Geräte für eine zuverlässige Selbstmessung geeignet sind. Wir klären über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle auf und zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Blutdruck richtig messen. Wenn Sie ein eigenes Blutdruck-Messgerät besitzen, bringen Sie es bitte zu diesem Termin mit. Die Kursleitung kann Sie bei der richtigen Handhabung beraten und Ihnen helfen, Fehler zu vermeiden.

3. Treffen – Therapie ohne Medikamente

Auch ohne Medikamente gibt es Möglichkeiten, den Blutdruck zu senken. Diese stellen wir Ihnen heute vor. Im Mittelpunkt stehen Fragen zu Ernährung, Bewegung, Salz- und Alkoholkonsum. Auch das leidige Thema Abnehmen kommt zur Sprache – als studierte Ernährungsexpertin berät Kaori Loza Sie dazu kompetent und mit viel Erfahrung.

4. Treffen – Therapie mit Medikamenten

Wenn natürliche Mittel nicht ausreichen, lässt sich der Blutdruck durch Medikamente senken. Wir informieren Sie über die gängigen Präparate, ihre Wirkung und mögliche Nebenwirkungen. Dazu besprechen wir, welche Medikamente Sie miteinander verbinden können. Auch das Metabolische Syndrom ist bei diesem Treffen ein Thema. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus mehreren Risikofaktoren, die zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen kann.

Unsere Schulungsgruppen bestehen aus fünf bis sechs Teilnehmern. Für Fragen und Erfahrungsaustausch 
haben Sie in dieser kleinen Runde natürlich Zeit und Gelegenheit. In der Praxis informieren wir Sie über die nächsten Termine, melden Sie an und stehen für weitere Fragen gerne zur Verfügung.

Foto: istockphoto.com / Steve Debenport

Typ-F-Diabetiker sind Familienangehörige von Menschen mit Diabetes – so wie Anne Peter. Die junge Grafikerin aus Düsseldorf hat 2014 ihr Designstudium abgeschlossen. Als Masterarbeit entwarf sie ein Diabetes-Magazin, das „nicht an Apotheken-Heftchen erinnert“. Über dieses Projekt haben wir mit ihr gesprochen.

Frau Peter, wie kam es, dass Sie sich für Ihre Masterarbeit gerade ein Diabetes-Magazin zum Thema genommen haben?

Mein damaliger Freund und jetziger Mann ist Typ-1-Diabetiker, so kam ich mit der Erkrankung in Kontakt. Im Masterstudium sollten wir zwei Jahre lang ein Thema unserer Wahl wissenschaftlich erarbeiten. Ich fand es spannend, mich mit einer Fragestellung zu beschäftigen, die nicht aus dem Design-Kontext kommt, sondern aus einem ganz anderen Bereich. Anfangs habe ich mich mit Diabetes nur allgemein auseinandergesetzt. Erst im Laufe der Zeit wurde klar, dass ich ein Lifestyle-Magazin entwickeln würde.

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Sie haben Ihre Zeitschrift Z-Magazin genannt, Z steht für Zucker. Was erwartet den Leser?

Das Z-Magazin hat mit den gängigen Diabetes-Zeitschriften nichts gemeinsam, es ist eher ein Kunst/Kultur/Lifestyle-Magazin. Das Heft berichtet über Themen wie die Zuckerskulptur aus nackten Männern im Club Berghain, über Insulin-Purging als diabetische Bulimie, über Tätowierungen bei Diabetes. Es interviewt Pärchen zu Diabetes in der Partnerschaft oder zeigt Nähanleitungen für Pen-Mäppchen. Klassische Information und Kulinarik gibt es natürlich auch.

Wie sind Ihre persönlichen Erfahrungen mit Diabetes in das Projekt eingeflossen?

Als Angehörige eines Diabetikers bin ich eine sogenannte Typ-F-Diabetikerin. Deshalb habe ich mir selbst einen Platz als Kolumnistin in meinem Magazin eingeräumt. Da es sich um ein sehr persönliches Projekt handelt, hätte ich es unauthentisch gefunden, es nicht um meine eigenen Erfahrungen zu bereichern.

Diabetes-Zeitschriften gibt es ja schon auf dem Markt. Was wollten Sie bei Ihrem Heft anders machen?

Ich wollte ein Magazin gestalten, das interessante Inhalte für junge Diabetiker liefert und zudem durch das Design überzeugt. Zum Thema Diabetes gab es damals 2014 nicht ein Medium, das mich oder meinen Mann angesprochen hätte. Fast alle Magazine erinnerten an Apotheken-Heftchen. Beim Lesen hatte man das Gefühl, um zwanzig Jahre zu altern. Außerdem standen immer die Worte Diabetes oder Insulin im Titel. Dadurch, dass Diabetes durch fehlendes Wissen oft mit einem schlechten Lebensstil in Verbindung gebracht wird, wurde man beim Lesen in der Öffentlichkeit von allen Seiten gemustert.

Wie kamen Sie an die Inhalte und Informationen?

Durch lange Recherchen, viele Kontakte und Interviews. Meine Texte habe ich alle selbst geschrieben, auch viele Fotos, die Illustrationen und Infografiken stammen aus meiner Feder.

Worauf kam es Ihnen bei der Gestaltung an?

Das Z-Magazin ist ein Magazin für junge Diabetiker und deren Familie und Freunde. Mit der illustrativen Gestaltung soll genau diese Zielgruppe angesprochen werden. Kein Artikel ist wie der andere entworfen, dennoch gibt es durch einen Colorcode einen roten Faden im Heft. Wichtig war mir, dass das Magazin nicht nur zielgruppen-orientiert gestaltet ist, sondern auch mich als Designerin reflektiert.

Wie stehen die Chancen, dass der Prototyp einmal auf den Markt kommt und wir das Magazin am Kiosk kaufen können?

Sag niemals nie. Wenn sich ein passender Verlag finden würde, wäre ich nach wie vor offen für eine Publikation.

Mehr Informationen zu Anne Peter und ihrem Z-Magazin finden Sie HIER.
Fotos: Anne Peter

Mit Diabetes ins Krankenhaus heißt diesmal unser großes Titelthema, das Ihnen für den nächsten Klinikaufenthalt nützliche Informationen liefert. Dazu haben wir für Sie eine Checkliste erstellt, die Sie beim Kofferpacken ganz einfach abhaken können.

Außerdem im Heft:

• Kennen Sie schon unsere Hypertonie-Schulung für Patienten mit Bluthochdruck? In dieser Ausgabe stellt Ihnen unsere Diabetes-Assistentin Kaori Loza unsere Schulungsabläufe vor.
• Für alle, die öfter mal ihre Tabletten vergessen, stellen wir praktische Erinnerungshilfen vor, die den Alltag mit Medikamenten leichter machen.
• Lust auf „grüne Küche“

Wir wünschen viel Freude beim Lesen!

 

 

Foto: istockphoto.com / demaerre

Haben Sie schon von den Faszien gehört? Diese Bindegewebshüllen sind der neue Liebling der Fitnesswelt: In Sportstudios und Vereinen werden sie fleißig trainiert und gelockert. Faszien-Yoga steigert die Beweglichkeit, löst Verspannungen und bringt den Stoffwechsel in Schwung. Unter bestimmten Voraussetzungen ist der Trendsport auch für Menschen mit Diabetes geeignet.

Unsere Faszien umschließen die Muskeln wie eine Verpackung. Als Sehnen und Bänder durchziehen sie den Körper und bilden ein elastisches Netz, das alles mit allem verbindet. Lockere, geschmeidige Faszien geben den Gelenken Halt, schützen vor Verspannung und Verletzung, steigern die sportliche Leistungsfähigkeit, wirken positiv auf die Psyche und das Immunsystem. Es lohnt sich also, dass Sie Ihr Fasziennetz gut in Form halten. Denn durch Bewegungsmangel, Fehlhaltung oder Stress können die Faszien verkleben und ihre Funktion nicht mehr voll erfüllen. Beim Faszien-Yoga lernen Sie, diese Verklebungen wieder zu lösen.

Faszientraining – so funktioniert es

Dafür brauchen Sie Gymnastikkleidung, eine Turnmatte und als Trainingsgeräte feste Walzen aus Hartschaum: die Faszienrollen. Über diese rollen Sie jedes einzelne Körperteil wie über ein Nudelholz, ganz gemächlich im Zeitlupentempo. Ihr Körpergewicht übt dabei Druck aus, der das Bindegewebe lockert. Allzu schweißtreibend ist das Training nicht, kann bei stark verklebten Faszien aber etwas schmerzen. Je regelmäßiger Sie Ihre Faszien lockern, umso angenehmer fühlen sich die Übungen an.

Achtung bei diabetischen Folgeerkrankungen

Auch als Diabetes-Patient können Sie Faszien-Yoga betreiben. Vor allem älteren Menschen mit wenig Kondition bietet die langsame Sportart eine Möglichkeit, Verspannungen zu lösen und die Beweglichkeit zu verbessern. Wer allerdings an Nervenschäden oder Durchblutungsstörungen leidet, sollte auf Faszien-Yoga verzichten. Durch diese Folgeerkrankungen des Diabetes ist es beim Training schwer einschätzbar, wieviel Druck die Faszien vertragen, so dass die Gefahr von Verletzung und Fehlbelastung besteht. Besprechen Sie deshalb vorher mit Ihrem Diabetologen, ob sich die Sportart für Sie eignet.

Die Technik vom Profi lernen

Sporttherapeuten empfehlen für das Faszien-Yoga einen Trainingsrhythmus von zwei bis drei Durchgängen pro Woche. Gerollt wird über den gesamten Körper, vorher muss die Muskulatur aufgewärmt werden. Als Einsteiger erlernen Sie die Technik vom Sportlehrer oder der Physiotherapeutin. Viele Fitnessstudios, Praxen und Vereine haben jetzt Faszienkurse im Programm. Dort werden Sie professionell angeleitet und lernen die verschiedenen Größen, Formen und Härtegrade der Rollen kennen. Wer schon Erfahrung hat, kann sich Faszienrollen für zuhause anschaffen und bequem auf dem heimischen Fußboden trainieren.

Haben Sie Lust, den Fitnesstrend einmal auszuprobieren? Dann wünschen wir Ihnen beim Faszien-Yoga viel Spaß und gutes Gelingen,

Ihr Team von Hormonexpert

 

 

Foto: Freepik / Yanalya

Wenn er uns packt, ist der Burger schnell vernichtet: Heißhunger ist der natürliche Feind der gesunden Ernährung. Er überfällt uns aus dem Hinterhalt, macht beste Vorsätze zunichte und lässt uns mit schlechtem Gewissen zurück – erst recht, wenn wir gerade ein paar Kilo abnehmen wollen. Zum Glück gibt es hilfreiche Tricks, mit denen Sie die Attacken stoppen können.

Vor allem dann, wenn Sie Typ-2-Diabetes haben und Abnehmen Ihr Therapieziel ist, brauchen Sie gegen Heißhunger gute Strategien. Am besten beheben Sie schon im Vorfeld seine Ursachen, damit die übermächtige Esslust gar nicht erst aufkommt. Und falls sie doch kommt, halten Sie mit zielführenden Maßnahmen dagegen.

Erste Maßnahme: Unterzuckerung ausschließen

Natürlich sollten Sie als Diabetes-Patient bei Heißhunger immer zuerst an eine mögliche Unterzuckerung denken, die sich dadurch ankündigen könnte – besonders dann, wenn weitere Warnzeichen wie Zittern, Schwindel, Schwitzen oder Herzklopfen dazukommen. Messen Sie bei großem Hungergefühl als erstes Ihren Blutzuckerspiegel und korrigieren Sie ihn bei Bedarf – falls nötig auch mit Hilfe von Traubenzucker oder süßen Getränken. Nur, wenn Sie eine beginnende Hypoglykämie sicher ausschließen können, dürfen Sie davon ausgehen, dass es sich bei Ihnen um „normalen“ Heißhunger handelt.

Erste Hilfe: Ablenkung

Heißhungerattacken dauern oft nur wenige Minuten. Wenn man das weiß, ist es gar nicht so schwer, diese kurze Zeit auszuhalten und der Versuchung zu widerstehen. Ablenkung ist dabei eine große Hilfe. Am besten durch eine Tätigkeit, die Sie nicht mit Essen verbinden. Ob Spülmaschine einräumen, den Hund ausführen, telefonieren oder ein gemütliches Schaumbad: finden Sie heraus, was Ihnen am besten hilft, um die kritischen Minuten zu überbrücken.

Minze hilft schnell und unkompliziert

Putzen Sie bei akutem Heißhunger Ihre Zähne oder kauen Sie ein zuckerfreies Kaugummi, das hemmt den Appetit und kann die Attacke stoppen. Vor allem die Lust auf Süßes verschwindet oft, wenn sich Minzgeschmack auf der Zunge ausbreitet. Und Ihr Zahnarzt freut sich beim nächsten Besuch über strahlende, gut gepflegte Zähne.

Viel Schlafen, viel Bewegen, viel Trinken

Was grundsätzlich der Gesundheit gut tut, beugt auch Heißhunger vor. Mindestens sieben Stunden Schlaf sorgen für Ausgeglichenheit – bei Schlafmangel dagegen will der Körper den Leistungsabfall durch Energiezufuhr ausgleichen und reagiert mit mehr Appetit. Regelmäßige Bewegung wie Sport, Gartenarbeit oder Spaziergänge hemmen Heißhunger und verringern die Lust auf Süßes. Auch wer täglich 1, 5 Liter Wasser oder ungesüßten Tee trinkt, hat seltener mit Attacken zu kämpfen. Gerade eine Tasse Tee kann bei akutem Heißhunger eine gute Ablenkung sein, probieren Sie es einfach mal aus.

Das Richtige essen zur richtigen Zeit

Heißhunger zeigt an, dass dem Körper Nährstoffe fehlen. Sorgen Sie deshalb dafür, dass es gar nicht so weit kommt: Halten Sie immer drei Hauptmahlzeiten ein und gestalten Sie diese ausgewogen. Wenig Zucker und Fett, dafür viel Gemüse, Eiweiß, Ballaststoffe und Vollkornprodukte sorgen für lange Sättigung. Ein reichhaltiges Frühstück ist eine gute Basis für den Arbeitstag und lässt die Lust auf Büroschokolade gar nicht erst aufkommt. Und wenn es doch eine Zwischenmahlzeit sein muss, dann sind Nüsse, kleine Mengen Obst, Beeren, Quark oder Gemüsesticks eine kluge Wahl. Snacks mit viel Zucker und Fett dagegen halten nicht lange vor und heizen den nächsten Heißhunger erst richtig an.

Langsam und genüsslich essen

Bei den Hauptmahlzeiten spüren Sie das Sättigungsgefühl früher, wenn Sie langsam essen und bewusst kauen. Auch bei Süßigkeiten, die natürlich auch mal sein dürfen, lohnt sich langsamer Genuss in kleinen Portionen: Essen Sie Schokolade immer nur stückchenweise, lassen Sie sie langsam im Mund zergehen, schmecken Sie intensiv. So haben Sie viel länger etwas davon und gar nicht das Bedürfnis, eine ganze Tafel zu vernichten. Wer Süßigkeiten nebenbei runterschlingt, womöglich noch im Stehen vor dem Schrank, isst viel mehr davon als der entspannte Genießer.

Ursachenforschung: Dauerstress oder chronische Langeweile

Menschen, die sich ständig überfordert, gestresst und ausgelaugt fühlen sind von Heißhunger häufiger betroffen als Leute mit gesunder Auslastung. Aber auch das umgekehrte Problem – Langeweile und Unterforderung – kann dazu führen, dass der Körper sich durch Essen entschädigen will. Falls eines von beiden auf Sie zutrifft, lohnt es sich, diese Baustelle zu bearbeiten: Kümmern Sie sich aktiv um Entlastung oder halten Sie Ausschau nach einer Aufgabe, die Sie ausfüllt und zufrieden macht. Damit gewinnen Sie nicht nur Freude und Lebensqualität, sondern sagen auch dem Heißhunger Adieu.

 

 

Foto: Unsplash / Sander Dalhuisen

Siglinde Wedemann ist unsere Expertin für Typ-1-Diabetes, Schwangerschaftsdiabetes und Insulinpumpen

Diabetes Typ 1 – wenn diese Diagnose ganz neu gestellt wird, ist das für die Betroffenen oft ein richtiger Schock. „Viele fühlen sich hilflos in diesem Moment,“ sagt Siglinde Wedemann, „ihnen dann Sicherheit zu vermitteln, sie zu versorgen und zu helfen, dass die Situation erträglich wird, diese Aufgabe macht mir Freude.“

Dass Frau Wedemann zum Diabetes fand, hatte mit Neurodermitis zu tun. Daran litten ihre beiden Kinder vor vielen Jahren, so kam die Mutter mit den Themen Gesundheit und Ernährung in Berührung – und machte daraus einen Beruf.

Sie belegte ein Fernstudium zur Gesundheitspädagogin, arbeitete in Arztpraxen und bildete sich zur Diabetesberaterin weiter.

Seit 2011 ist die Bayreutherin in unserer Praxis tätig, die Heimfahrt durch die Fränkische Schweiz verbindet sie oft mit ihrem Hobby: Klettern im Jurakalk. Einer Ihrer Lieblingsfelsen ist der Weißenstein bei Plech. Auch Mountainbike- und Skitouren macht die zweifache Omi gerne, Sport treibt sie fast jeden Tag.

Beste Voraussetzungen für jemanden, der in der Schulung Patienten zu mehr Bewegung motivieren möchte: „Wie sollte mir das jemand abkaufen“, sagt sie, „wenn ich selbst hier sitzen würde als Bewegungsmuffel. Ich könnte nichts vermitteln, wo ich nicht auch dahinterstehe.“

 

 

 

Foto: Claudia Doenitz

Schwimmen ist für Menschen mit Diabetes ein toller Sport. Er stärkt Muskeln, Herz und Kreislauf, schont die Gelenke und beugt Folgeerkrankungen vor. Ob Sie lieber Bahnen ziehen oder in netter Gesellschaft Aquagymnastik treiben – Bewegung im Wasser macht Spaß und hält fit. Anschließend dürfen Sie im Whirlpool gemütlich entspannen.

Dreimal pro Woche dreißig Minuten – mit diesem Schwimmpensum machen Sie Ihrer Gesundheit eine Riesenfreude. Gerade für Typ-2-Diabetiker hat regelmäßiges Schwimmen viele Vorteile: Sie stärken damit Herz und Kreislauf und beugen Folgeerkrankungen vor. Schwimmen baut Muskeln auf und verbrennt Kalorien und hilft dadurch beim Abnehmen. Als Ausdauersportart macht es die Zellen aufnahmefähiger für Insulin und kann den Blutzuckerspiegel dauerhaft senken, so dass Sie mit weniger Medikamenten auskommen. Beschwerden wie Arthrose, Osteoporose oder Übergewicht sind dabei kein Hindernis, denn der Auftrieb im Wasser schont Knochen und Gelenke.

Den Blutzucker im Blick haben

Auch wenn Sie Insulin spritzen, können Sie problemlos im Schwimmbad Ihre Bahnen ziehen. Wichtig ist, die Blutzuckerwerte gut im Blick zu behalten: beim Sport verbraucht der Körper viel Energie, der Blutzucker sinkt schnell ab. Dazu werden die typischen Anzeichen für einen nahenden Unterzucker – wie Zittern oder Schwitzen – im Wasser leichter übersehen. Messen Sie deshalb Ihren Wert direkt vor dem Schwimmen und dann immer wieder im Abstand von 30 Minuten – unbedingt mit trockenen Händen.

Als Anfänger gemächlich starten

Falls Sie mit dem Schwimmsport noch wenig Erfahrung haben, tasten Sie sich langsam heran. Messen Sie anfangs Ihren Blutzucker sogar alle 15 Minuten und schwimmen Sie nahe am Beckenrand, damit Sie bei Bedarf schnell aussteigen können. Ihre Utensilien halten Sie in einer wasserfesten Tasche am Beckenrand bereit: Traubenzucker oder Fruchtsaft, Handtuch und die Diabetes-Ausrüstung. Der Insulinbedarf ist beim Schwimmen geringer als sonst. Besprechen Sie deshalb im Vorfeld mit Ihrem Arzt, wie Sie das Medikament vor und nach dem Sport dosieren müssen.

So klappt’s mit der Insulinpumpe

Eine Insulinpumpe können Sie für die kurze Zeit im Wasser vorübergehend ablegen. Ihr Blutzuckerwert sollte, wenn Sie die Pumpe lösen, zwischen 120 und 180 mg / dl liegen, überprüfen Sie dies durch eine Messung und korrigieren Sie den Wert nach Bedarf. Bitte halten Sie auch dazu Rücksprache mit Ihrem Arzt, um die Zielwerte auf Ihre persönliche Diabetes-Therapie abzustimmen. Zum Schwimmen koppeln Sie nur das Infusionsset Ihrer Pumpe ab. Die Kanüle können Sie unter der Haut lassen und mit einem wasserdichten Katheterpflaster überkleben. Lagern Sie die Pumpe sauber, trocken und vor Hitze geschützt und legen Sie sie wieder an, sobald Sie das Becken verlassen haben.

Wenn Sie zum Schwimmen mit Diabetes noch weitere Fragen haben, beraten wir Sie dazu gerne.

Wir wünschen Ihnen viel Freude im kühlen Nass!

 

Foto: Pixabay / Survivor

Weihnachten steht vor der Tür und die ruhige Zeit zwischen den Jahren. Wie wäre es da mit einem schönen Spaziergang an der frischen Winterluft? Nach Plätzchen und Gänsebraten kommt etwas Bewegung ja gerade recht. In der Fränkischen Schweiz gibt es schöne Veranstaltungen im Freien, die sich für einen Ausflug anbieten.

Lichterfeste in der Fränkischen Schweiz

Tausende Kerzen, Feuer und Öllichter brennen zwischen Weihnachten und Dreikönig auf den Hügeln der Fränkischen Schweiz: Die katholischen Ortschaften veranstalten ihre Lichterprozession und Ewige Anbetung, die jedes Jahr zahlreiche Besucher anziehen. Ein Spaziergang durch die beleuchteten Dörfer ist ein ganz besonderes Erlebnis, das lange in Erinnerung bleibt. Los geht es heute ab 19 Uhr in Oberailsfeld, weitere Termine finden Sie hier: https://fraenkische-schweiz.bayern-online.de/die-region/weihnachten/lichterfeste/

Fackelwanderung zur Sophienhöhle

Burg Rabenstein bietet zwischen den Jahren mehrmals die Lichtershow „Sophie at Night“ in der Sophienhöhle. Nach einem Glühweinempfang im Burghof geht es mit einer geführten Fackelwanderung etwa 800 Meter durch den Wald zur Tropfsteinhöhle, wo die eindrucksvolle Show stattfindet. Termine und Buchung unter diesem Link: https://www.burg-rabenstein.de/events/

 

Liebe Patientinnen und Patienten, wir wünschen Ihnen ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest und erholsame Tage mit Ihrer Familie.

Kommen Sie gut ins neue Jahr 2019,

Ihr Team der Praxis Dr. Lang

 

 

 

Bild: Freepik

Zwei in einem Boot – Lesen Sie in unserer Winter-Ausgabe, wie Sie als Paar den Alltag mit Diabetes meistern. Die Psychologin Dr. Andrea Benecke von der Universität Mainz erklärt im Experten-Interview, inwiefern gute, zielführende Gespräche Ihnen dabei helfen können. 

Außerdem im Heft:

• Sie haben sich schon immer gefragt, von welcher Künstlerin die beiden Bilder in unseren Praxisräumen sind? In dieser Ausgabe stellen wir Sabine Liebchen ein paar persönliche Fragen.

• Hyper- und Hypoglykämie – hier erfahren Sie, wie Sie in einer Notsituation richtig reagieren

• Viva Mexico – Köstliche Rezepte aus der Heimat unserer Ernährungsberaterin Kaori Loza

Wir wünschen viel Freude beim Lesen und Genießen!

 

Foto: istockphoto.com / monkeybusiness-images