Warum eine Fettleber oft mit Typ-2-Diabetes auftritt und wie Sie Ihr Organ heilen können

Ob Sie eine Fettleber haben, kann Ihre Ärztin im Ultraschall erkennen. Zusätzlich berechnet sie aus Blutwerten, BMI und Taillenumfang den Fettleber-Index. Wenn dieser höher als 60 liegt, gilt die Diagnose als gesichert.

Drei Stufen der Fettleber

Eine leichtgradige Fettleber bemerken viele Patienten gar nicht, da sie selten Probleme verursacht. Schmerzen entstehen meist erst bei der mäßigen Fettleber. Dann spüren Betroffene oft Druck im Oberbauch. Sie fühlen sich müde und antriebslos und zeigen Symptome einer Gelbsucht. Bei einer schweren Fettleber sterben Gewebezellen ab, die Leber verhärtet und vernarbt. Es besteht die Gefahr einer Leberzirrhose. Auch das Risiko für Leberkrebs, Bluthochdruck, Herz- und Gefäßkrankheiten steigt.

Folge von Typ-2-Diabetes

Übergewicht und Typ-2-Diabetes zählen zu den größten Risikofaktoren für eine Fettleber.
Vor allem Diabetiker, die oft hohe Blutzuckerwerte haben, züchten sich ein vergrößertes Organ. Denn die Leber baut die überschüssige Glukose aus dem Blut in Fett um und lagert es ein.

Fasten für die Leber

Medikamente gegen die Fettleber gibt es nicht. Zum Glück lässt sich die Verfettung aber durch eine Ernährungsumstellung rückgängig machen. Speziell dafür wurde das Leberfasten entwickelt. Dabei werden bestimmte Mahlzeiten durch Eiweiß-Shakes ersetzt und mit viel Gemüse und Salat ergänzt. Hilfreich ist auch das Intervallfasten, bei dem zwischen zwei Mahlzeiten bis zu 16 Stunden Pause eingelegt werden – zum Beispiel vom Abendessen bis zum späten Vormittag. Alternativ können Patienten auch pro Woche zwei ganze Fastentage einhalten und an den anderen fünf Tagen normal essen. Die langen Pausen helfen beim Abnehmen und gönnen der Leber Erholung.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, Übergewicht zu reduzieren. Fettleber-Patienten, denen das gelingt, entlasten ihr Organ enorm – schon fünf bis sieben Prozent Gewichtsverlust können viel bewirken.

7 goldene Regeln für eine gesunde Leber

1. Wenig Zucker und Kohlenhydrate essen – Vollkornprodukte bevorzugen
2. Wenig Fruchtzucker essen – nicht mehr als eine Handvoll Obst auf einmal
3. Auf Alkohol, Softdrinks und süße Säfte verzichten
4. Tierische Fette durch pflanzliche Öle ersetzen – Olivenöl, Rapsöl, Leinöl statt Butter
5. Täglich Eiweiß essen, enthalten in fettarmen Milchprodukten, Fisch, weißem Fleisch, Hülsenfrüchten, Nüssen und Gemüse
6. Abnehmen – schon 5 bis 7 Prozent Gewichtsverlust helfen der Leber
7. 30 Minuten bewegen pro Tag, am besten bei Ausdauersport oder Kraftraining