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Messen ohne Pikser

So funktioniert die kontinuierliche Blutzuckermessung mit CGM und FGM

Bei der kontinuierlichen Blutzuckermessung müssen sich insulinpflichtige Diabetiker nicht mehr mehrmals täglich in die Fingerkuppe stechen: Hier liegt ein dünner Sensorfaden dauerhaft unter der Haut und wird von einem Pflaster gehalten. Am Faden ist ein Sensor befestigt, der regelmäßig den Blutzucker misst und die Ergebnisse speichert. Auf einem zugehörigen Auswertungsgerät – oder auch auf dem Handy – kann der Patient seine Werte ablesen.

In Deutschland sind derzeit zwei Systeme zur kontinuierlichen Blutzuckermessung erhältlich: CGM und FGM. Beide überwachen den Blutzucker fast lückenlos, der Sensor checkt den Zuckerwert etwa 1800 Mal pro Tag. Mit Hilfe dieser vielen Daten berechnen die Systeme voraus, wie sich der Zuckerspiegel in den nächsten Stunden entwickeln wird. Dadurch können Patienten frühzeitig auf die Entwicklung reagieren und Unter- oder Überzuckerungen besser vermeiden.

CGM – Kontinuierliche Blutzuckermessung

CGM-Systeme messen den Blutzucker im Unterhautfettgewebe. Die Messwerte schickt der Sensor selbstständig an das Auswertungsgerät. Sobald eine Über- oder Unterzuckerung in Sicht kommt, gibt das Gerät Alarm. Ein Nachteil von CGM ist, dass das System zweimal täglich kalibriert werden muss – dabei misst der Patient auf herkömmliche Art den Blutzucker per Stich in den Finger und gleicht die Werte mit denen der CGM-Messung ab.

• platziert am Bauch
• Wechsel des Sensorfadens nach 3 bis 5 Tagen
• sendet die Messergebnisse selbstständig an das Auswertungsgerät
• Alarmfunktion bei drohendem Unter- oder Überzucker
• muss zweimal täglich kalibriert werden

FGM – Blitzartige Blutzuckermessung

Bei FGM-Systemen sendet der Sensor die Messwerte nicht von selbst an das Auswertungsgerät, sondern speichert sie nur. Erst wenn der Patient das Auslesegerät an den Sensor hält, werden die letzten Messwerte „blitzartig“ übertragen und ablesbar. Dabei zeigt FGM auch an, in welche Richtung sich der Blutzucker gerade entwickelt.

• platziert am Oberarm
• Wechsel des Sensorfadens nach bis zu 14 Tagen
• Sensor sendet die Messergebnisse nicht selbst an das Auswertungsgerät
• Alarmfunktion bei drohendem Unter- oder Überzucker
• muss nicht kalibriert werden