Wieviel Jod braucht die Schilddrüse?

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Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das wir über die Nahrung aufnehmen. Unsere Schilddrüse stellt aus Jod und Eiweiß die beiden Hormone T3 und T4 her, die im Körper wichtige Funktionen steuern: Herz-Kreislauf-Aktivität, Stoffwechsel, Blutdruck, Verdauung und Wachstumsprozesse hängen von den Schilddrüsenhormonen ab. 

Jod schützt vor einem Kropf

Wenn es dem Körper an Jod mangelt, hilft sich die Schilddrüse selbst: Sie wächst, weil sie dadurch das wenige Jod besser verwerten kann. Auf diese Weise bildet sich ein Kropf – die sogenannte Struma (interner Link) – und führt oft zu gesundheitlichen Problemen. Dem können Sie vorbeugen, indem Sie auf eine jodreiche Ernährung achten und die Schilddrüse gut mit dem Spurenelement versorgen.

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Seefisch enthält viel Jod, Obst oder Gemüse dagegen nur wenig.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Erwachsene die Dosis von 200 μg Jod pro Tag. In Schwangerschaft und Stillzeit ist der Bedarf erhöht, im Alter sinkt er häufig etwas ab. Wegen seiner geografischen Lage ist Deutschland ein Jodmangelgebiet. Denn Jod sammelt sich immer dort, wo das Meer ist. Ackerböden enthalten dagegen nur wenig von dem Spurenelement. Auf die Nahrung wirkt sich das aus: Seefisch, Algen und Meeresfrüchte sind die besten Jodlieferanten, Milchprodukte und Fleisch tragen mäßig zur Versorgung bei. In Pflanzen, Obst und Gemüse findet sich kaum Jod.

  • Lebensmittel
  • Schellfisch
  • Seelachs
  • Scholle
  • Kabeljau
  • Dorsch
  • Schafskäse
  • Feldsalat
  • Thunfisch
  • Roggenbrot
  • Weichkäse
  • Vollmilch
  • Hühnerei
  • Jodgehalt
  • 240 μg pro 100 g
  • 200 μg pro 100 g
  • 190 μg pro 100 g
  • 120 μg pro 100 g
  • 103 μg pro 100 g
  • 93 μg pro 100 g
  • 60 μg pro 100 g
  • 50 μg pro 100 g
  • 25 μg pro 100 g
  • 24 μg pro 100 g
  • 18 μg pro 100 ml
  • 10-30 μg pro Dotter

Jodreiche Ernährung in der Küche

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Meersalz ist ein wichtiger Jodlieferant. Grundsätzlich sollten Sie nur Salz mit Jodzusatz in der Küche verwenden.

Für eine gute Versorgung ist es sinnvoll, ein bis zwei Mal pro Woche Seefisch zu essen. Nutzen Sie nur jodiertes Salz aus Meer oder Gebirge und setzen Sie Lebensmittel mit hohem Jodgehalt auf Ihren Speiseplan. Auch Mineralwasser enthält oft Jod in unterschiedlichen Mengen, die Sie dem Etikett entnehmen können. Kommen Sie bei weiteren Fragen zur jodreichen Ernährung gerne auf uns zu.

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